| Der
Blindenbetrieb Arbeitsring Anerkannter Blindenwerkstätten-Schlich GmbH
(AAB) hat seine Gründung vor 75 Jahren durch einen blinden Einzelhandwerker
erfahren. In der Zwischenzeit hat eine positive Entwicklung und auch eine
internationale sowie gesamtdeutsche Ausdehnung stattgefunden. |

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| So
schafft die AAB vielerorts in fast allen Bundesländern Arbeit für Blinde,
in der Form einer Blindenselbsthilfe-Organisation. Während am Firmensitz
in Hürtgenwald / Eifel, sowie in Kornwestheim / Stuttgart hauptsächlich
ausgebildet und umgeschult wird oder auch Reha-Maßnahmen durchgeführt
werden, sind die meisten Handwerker in ihrer heimischen Atmosphäre einzeln
oder in kleineren und größeren Gruppen tätig. Hinzu kommen die blinden
Bürsten- und Pinselmacher, die Korbflechter, die in den ihnen ortsnahen
Werkstätten, Blindenanstalten und Genossenschaften arbeiten. |
| Diese
Blindenwerkstätten in den alten und neuen Bundesländern erhalten einen
nennenswerten Bestandteil ihrer Beschäftigung von der “AAB”. |
| Täglich
müssen über 200 blinde Mitbürger durch den Arbeitsring Beschäftigung finden,
so dass ein Heer von Verkäufern sich darum bemüht, Lieferaufträge zu erhalten. |
| Die
Arbeit ist für die Blinden mehrfach wichtig. Sie dient nicht nur zum Lebensunterhalt,
sondern sie gibt ihnen das Gefühl, nicht unnütz zu sein, etwas schaffen
zu können, mit ihren Händen ein Qualitätsprodukt herzustellen, am produktiven
Leben der menschlichen Gesellschaft teilzuhaben. Arbeit schenkt den Blinden
einen Lichtstrahl auf dem Weg zu der eigenen Verwirklichung. |
| Deshalb
ist jeder Mensch mit gesunden Augen aufgerufen mitzuhelfen, dass Blinde
Beschäftigung erlangen und durch diese Erfüllung Würde behalten, nicht
stumpfsinnig oder gar verzweifelt und lebensmüde werden. Es ist schwierig
- vielleicht unmöglich - für jemanden mit gesunden fünf Sinnen nachzuvollziehen,
wie sich ein Blinder in seinem Dunkeln fühlt oder was ein stark Sehbehinderter
empfindet, wenn er eine Straße alleine überqueren muss oder gegen ein
Hindernis läuft. |
| Wie
schnell kann aber in heutiger Zeit auch einen Gesunden durch Verkehrs-
oder Arbeitsunfall, durch Explosion oder Krankheit, oder vieles mehr,
dieses Schicksal plötzlich und unerwartet treffen. |
| Wir,
der Arbeitsring anerkannter Blindenwerkstätten, sind ständig bemüht, neue
Betätigungsmöglichkeiten für Blinde zu finden. So entstand 1985 durch
uns die Eifeler Blindenweberei GmbH. Hier werden neben den hergebrachten
Putz- und Scheuertüchern hochwertige Tischwäsche, Geschirr-, Microfaser-,
Gläser- und Handtücher hergestellt. Darüber hinaus Qualitäts-Walk-Frottier
in attraktiven Farben und ansprechendem Design. Selbst das Einweben von
Namen ist in größeren Stückzahlen möglich. |
| Ein
weiterer Schritt ist uns 1994 gelungen Blinde tätig werden zu lassen;
nämlich in der Herstellung von hochwertigen Ring-, Flach- und Heizkörperpinseln,
sowie im Vulkanisierverfahren, die Fertigung von Decken- und Malerbürsten. |
| In
der gleichen Technik stellen unsere Blinden als einzige in der Bundesrepublik
Bürsten und Besen in keimfreiem, umweltfreundlichem Vollkunststoff für
Lebensmittelverarbeitende Betriebe her. Diese Artikel entsprechen voll
und ganz den Auflagen des Lebensmittelgesetzes. |
| Auf
Initiative des AAB konnte in 1997 die Blindenwerkstätte Kornwestheim bei
Stuttgart neu strukturiert werden. Hier entstanden in kürze viele neue
und moderne Arbeitsplätze für blinde Korbmacher, die ein breit gefächertes
Korbwarensortiment für den Alltag sowie für repräsentative Geschenkzwecke
herstellen. Eine kleine Werkstatt für Stuhlflechtarbeiten konnte ebenfalls
integriert werden; natürlich wird auch dort nach wie vor die traditionelle
Bürsten- und Besenwarenherstellung fortgeführt. |
| Nach
alledem fanden wir noch ein weiteres potentielles Arbeitsgebiet für Blinde.
So entstand in 1998 unsere hauseigene Stickerei. Mit einer alten und gebrauchten
Stickmaschine waren wir in der Lage Namen, Initialen und einfache Schriftzüge
auf unsere Webwaren zu sticken. Als man dann hier mehr Reife und Erfahrung
gesammelt hat, entschloss man sich schnell zusätzlich eine moderne Hochleistungsstickmaschine
anzuschaffen, die Monogramme sowie Logos von Firmen und Betrieben brillant
in Frottier und Glattgewebe einstickt. So entstehen hier täglich Werbetextilien,
die keine Wünsche offen lassen. Durch diese rasche Entwicklung konnte
die Anzahl der blinden Handwerker in der Stickerei verdoppelt werden. |
| Sie
sehen, wir bieten Ihnen viele Möglichkeiten, die Ihnen erlauben unseren
Verkäufern eine Bestellung zu erteilen - wofür wir Ihnen schon jetzt danken. |